Das Buch des Lebens


Ich weiß nicht ob ihr schon einmal etwas von diesem Buch gehört oder gelesen habt…
Es nennt sich „Das Buch des Lebens“. Ihr müsst nichts davon je gehört oder gelesen haben, jeder von euch besitzt es.
Und jeder von euch muss zugeben, dass er jeden Tag auf die spannenden, schönen, traurigen, erotischen, hasserfüllten und liebevollen Seiten zurück blättert!
Wer das nicht zugibt hat kein Buch des Lebens und hat auch nie eins besessen! Sonst könnte er zurückblättern, selbst ohne Hände! Herz und Gedächtnis blättern!
Bei mir gab es schon 2 Kapitel! Das eine war 11 Seiten lang! Ich muss zugeben ich habe gespickt, und darum weiß ich, dass Gott nur noch c.a 3 Absätze zu lesen hat, und dann hört das Kapitel mitten auf Seite 14 auf! Einfach so!
Und fängt auf der gleichen Seite wieder an! Gegen den Willen des Autors! Das geht an die anderen Autoren der Bücher des Lebens! Bei haben Verlag und Buchdruck entschieden, dass es die anderen nicht stören wird und mitten in Seite 14 aufgehört! Ich kann mich nur wiederholen!
Ich weiß nicht wie das bei euch war… Vielleicht waren es auch andere Autoren ihrer eigenen Bücher die neidisch waren und euch dann nicht gelassen haben wie ihr wolltet…
Keine Ahnung!
Für mich war das Kapitel auf jeden Fall zu kurz!
Doch dadurch ist ja nicht das ganze Buch im *Grübel*—> Eimer!
Nein es fängt ein neues, vielleicht spannendes, hartes, ergreifendes, erotisches oder auch liebevolles Kapitel an!

Mal sehn‘ wie es wird!

Der Wind, der Wind, das himmlische Kind…


Der ewige Wanderer, der Wind,
Kam hochgeschossen mit großen Schritten,
Hat die Bäume unbeirrt umhalst,
Die verwirrt geworden sind;
Sie haben verdrossen
Mit Holzarmen nach ihm gestoßen.
Der Wind hat mit tollen Griffen
Ihre glatten Blätter aneinander geschliffen.
Sie aber wollen beim Juliheu in Ruhe brüten
Und lautlos ihr Stück Erde behüten,
Wollen ihre Blätter stillen,
Wie Ammen den Kindlein zu Willen.
Da fährt der Wind ohne Fried’ herein,
Hochfahrig an Gestalt,
Macht keinen Unterschied zwischen jung und alt,
Treibt die Baumherden vor sich her
Und duckt ihre Hälse zur Erden,
Und gibt den Festgewachsenen fliehende Gebärden.
Durchfaucht das Einerlei
Und rührt in den grünen Blättern mit Gejohl und Geschrei.
Kennt keinen Besitz, und wenn er anrennt, keine Grenzen.
Stößt die Stille von ihrem Sitz
Und ist ein Drache mit tausend Schwänzen
Ich lausche gern seinem Gange,
Der ist gewunden wie eine Schlange
Und gleicht dem Klange der Wälder und ihrer Kühle, die er durchjagt,
Als ob er die Sehnsucht und die Gefühle
Von Tausendjährigem sagt.

Max Dauthendey

Ich dachte dieses Gedicht passt ganz gut zur zurzeitigen Wetterlage… 🙂